Was ist der richtige Yoga?

Es gibt mittlerweile unendlich viele Yogastile mit unendlich vielen tollen Namen. Oft muss man googeln, was der Name nun heisst – schlicht dem Namen des Erfinders angepasst oder irgendwie inhaltlich motiviert. So oder so: Marken, Modelle, Etiketten wohin das Auge raucht.

Was aber ist nun der richtige Yoga? Welcher Name, welches Modell muss ich wählen, wenn ich ein richtiger Yogi sein will? Kann ich einfach Yoga machen ohne Tradition und Namen, indem ich auf meiner Matte täglich mich erforsche? Oder ist es nur Yoga, wenn ich die primary Series von Ashtanga praktiziere? Kann ich von Stellung zu stellung frei fliessen oder muss ich mich an die Rishikesh-Abfolge von Sivananda halten? Ist Jivamukti besser als Anusara und was ist von Bikram, Forrest und Lach-Yoga zu halten?

Ich weiss es nicht, aber…. ( 😉 )

Ich habe für mich gemerkt, dass es mir nicht gut tut, mich strikten Systemen zu unterwerfen. Ich bin von Natur eher geistig, gebe mir selber schon genug Regeln, Auflagen und Einschränkungen. Was ich suche, was mir gut tut, ist mehr Freiheit, mehr Erforschen und vor allem: Mehr darauf hören, was mir gut tut, was ich genau jetzt brauche – und dem nachzugehen. Das bin ich. Es gab Zeiten, da war ich froh um Lenkung, froh darum, nicht überlegen zu müssen, was bald kommt. Da waren vorgegebene Sequenzen ideal. Sie gaben mir den Halt, den ich brauchte – sei es, weil ich mich selbst verlor, sei es, weil ich schlicht nicht entscheiden wollte oder konnte.

Es gibt nicht den einen perfekten Yogastil, der für alle passt. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Nicht der Mensch sollte sich dem Yoga anpassen, der Yoga muss sich dem Menschen anpassen. Und so ist der Stil (oder Nicht-Stil), der im Hier und Jetzt das abdeckt, was gebraucht wird, der richtige.

Es gilt also, mal wieder, loszulassen: Modelle und absolute Wahrheiten entsprechen nicht der Wirklichkeit. Und sie dienen keinem. Wichtig ist, was heute und hier gut ist. Für dich. Denn das, worum es im Yoga geht, ist:

Erkenne dich selbst.

Das kann kein Dogma, kein Modell, kein Stil definieren. Du selber findest die Methode und den Weg, der dir hilft, dahin zu gelangen. Da hilft kein Vergleich, da hilft nur das genaue Hinhören, was aus dir spricht.

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